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Was die EU und die Bundesregierung tun müssen

Entwicklungspolitik

• Ausreichende Mittel für Armutsbekämpfung bereitstellen, die den Klimawandel stoppen und die Umsetzung der Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) angehen. Ein langfristiger Finanzierungsplan bis zum Jahr 2030 ist notwendig.

• Durch die Entwicklungszusammenarbeit gezielt bäuerliche Landwirtschaft und Agrarökologie fördern statt die globale Expansion von Monsanto, Syngenta, Bayer, Dow, BASF und DuPont/Pioneer zu subventionieren.

• Die Politik in den Bereichen Handel, Energie und Landwirtschaft darf nicht länger der Entwicklungspolitik widersprechen. Der Grundsatz der „Politikkohärenz für Entwicklung“ muss endlich in der Praxis umgesetzt werden.

Agrarpolitik

• In Europa sollten Agrargelder zukünftig nicht mehr auf Basis der Flächen verteilt werden, sondern die Chancen kleiner und mittlerer bäuerlicher Betriebe verbessern und notwendige ökologische und gesellschaftliche Leistungen belohnen.

• Regelmäßiges Monitoring der Auswirkungen der europäischen Agrarpolitik auf den Hunger und die Bäuer*innen weltweit.

Handelspolitik

• Ende der Exportorientierung des europäischen Agrarsektors, stattdessen Förderung lokaler und regionaler Märkte.

• Faire Handelsbeziehungen aufbauen, den sozialen und ökologischen Aspekten mehr Rechnung tragen und Entwicklungsländern mehr Handlungsspielraum lassen.

Was Sie tun können

Beim Einkaufen

• Kaufen Sie möglichst viel saisonal und regional. Erdbeeren im Winter sind ökologisch problematisch und schmecken eh kaum.

• Achten Sie beim Einkauf auf ökologische und fair gehandelte Produkte.

• Machen Sie deutlich, dass Ihnen gute Arbeitsbedingungen und faire Preise für die Produzent*innen wichtig sind – schreiben Sie an die Geschäftsleitung Ihres Lebensmittelhändlers.

Beim Essen

• Entdecken Sie die Köstlichkeiten der vegetarischen und pflanzlichen Küche!

Seien Sie Vorbild und essen Sie nur bis zu zweimal in der Woche Fleisch – es dient Ihrer Gesundheit und der gerechten Verteilung der Ressourcen auf dieser Erde.

• Verwerten Sie Essensreste in den folgenden Tagen. Werfen Sie Lebensmittel nicht automatisch weg, wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist.

Die Mindesthaltbarkeit ist wirklich nur ein Mindestdatum, meistens sind die Produkte noch viel länger genießbar.

Als Bäuer*in

• Verzichten Sie auf den Einsatz von Sojafuttermitteln aus Südamerika. Setzen Sie einheimische Futtermittel wie Leguminosen ein.

• Unterstützen Sie unsere Forderungen nach der Umstellung der Förderpolitik für die bäuerliche, ökologische Landwirtschaft.

• Nutzen Sie die vorhandenen Fördermöglichkeiten für eine Ökologisierung der Landwirtschaft.