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EU-Agrarförderungen müssen endlich frei von Nebenwirkungen sein

Der Entwicklungsausschuss des Europäischen Parlaments hat heute mit großer Mehrheit drei Stellungnahmen zu den Auswirkungen der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP) auf die Entwicklungsländer verabschiedet. Mit Blick auf die derzeit laufenden Verhandlungen um eine Reform der GAP wird dabei Politikkohärenz eingemahnt.

Maria Heubuch, Sprecherin für Entwicklungspolitik und Berichterstatterin für die genannten Stellungnahmen, kommentiert:

„EU-Agrarförderungen müssen endlich frei von Nebenwirkungen sein. Es ist ein Skandal, dass die Europäische Union Milchpulver auf dem Weltmarkt verhökert und die afrikanischen Märkte überschwemmt.

Wir brauchen ein systematisches Monitoring der Auswirkungen der GAP auf Entwicklungsländer. Lokale Kleinbäuerinnen und -bauern, die Opfer dieser aggressiven EU-Exportpolitik werden, müssen die Möglichkeit haben bei der EU offiziell Beschwere einzureichen.

Statt die Erfolge der Entwicklungszusammenarbeit zu untergraben, sollte die GAP auf klimaschonende Anbaumethoden setzen und ihren Teil zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen beitragen.“

Begleitend hat Maria Heubuch die Broschüre „Agrarpolitik mit Nebenwirkungen - Wie die Europäische Landwirtschaft den Bauern im Globalen Süden schadet“ veröffentlicht.