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Zika-Virus: Europäisches Parlament drängt zum Handeln

PRESSEMITTEILUNG

Straßburg. Das Zika-Virus breitet sich in den Ländern Lateinamerikas weiter aus und stellt insbesondere eine erhebliche Gefahr für schwangere Frauen da, da es Fehlbildungen bei Kindern auslösen kann. Angesichts der heute dazu verabschiedeten Entschließung des Europäischen Parlaments erklärt Maria Heubuch, Mitglied des Entwicklungsausschusses im Europäischen Parlament:

"Die Weltgesundheitsorganisation rief Anfang Februar 2016 höchsten Alarm aus und forderte eine koordinierte internationale Reaktion. Derzeit ist wenig über das Virus, seine Verbreitung und Auswirkungen bekannt. Die EU und auch Deutschland müssen mehr forschen, um Impfstoffe, Medikamente und Diagnosetests zu entwickeln. Wir begrüßen, dass die Europäische Kommission in diesem Zusammenhang jetzt 10 Millionen EUR für die Forschung des Zika-Virus bereitstellt. Es sollte sichergestellt werden, dass die Ergebnisse dieser mit öffentlichen Mitteln finanzierten Forschung frei und kostenlos verfügbar gemacht werden und mögliche zukünftige medizinische Produkte für betroffene Personen zu erschwinglichen Preisen erhältlich sind.

Die Gesundheitssysteme in Entwicklungs- und Schwellenländern müssen gestärkt werden, und bei der Bekämpfung der Zika-tragenden Mückenart zuallererst auf natürliche und ökologische Maßnahmen gesetzt werden. Die internationale Gemeinschaft ist gefordert, koordiniert vorzugehen, um die betroffenen Länder bei der Überwindung dieser Krise wirksam zu unterstützen. Ob wir aus der Ebola-Krise gelernt haben, wird sich in der Umsetzung der zeigen."