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Agrarsubventionen sollen Bäuer*innen unterstützen, keine Agrarholdings aus München

 Die Europäische Kommission erwägt als eine mögliche Option bei der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) die Kappung der Direktzahlungen auf einen jährlichen Betrag zwischen 60 000 Euro und 100 000 Euro je landwirtschaftlichem Betrieb. Dazu sagt die Abgeordnete der Grünen/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament, Maria Heubuch:

Für die Zukunft der Bauernhöfe ist es eine gute Nachricht, dass die EU-Kommission die Agrarpolitik gerechter machen möchte. Doch der Vorschlag ist zu hoch angesetzt - ein Betrieb sollte maximal 50 000 € pro Jahr erhalten. Mit öffentlichen Mitteln sollen vorrangig kleine und mittelständische Betriebe gefördert werden, sie sind es schließlich, die den ländlichen Raum am Leben erhalten.

Außerdem muss sichergestellt werden, dass die Kappung nicht durch Holding-Strukturen umgangen wird. In ganz Europa ist Land Spekulationsobjekt von Kapitalgesellschaften mit undurchsichtigen Eigentümerverhältnissen. Diesem Geschäftsmodell muss ein Riegel vorgeschoben werden.

Die GAP ist für die Bäuerinnen und Bauern gemacht, nicht für neofeudale Agrarholdings aus München, Liechtenstein oder Prag. Ich appelliere an Agrarkommissar Hogan, sich ernsthaft für kleine mittlere Betriebe einzusetzen:

Erstens durch eine Kappung, die ihren Namen verdient hat.
Zweitens durch enge Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten, um Landtransaktionen an Kapitalgesellschaften endlich zu regulieren.