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Baysanto-Deal gefährdet Agrarwende

Der Kauf des US-Saatgutriesen Monsanto durch den deutschen Bayer-Konzern wird heute abgeschlossen. Dadurch entsteht der weltweit größte Saatgut- und Pestizidkonzern. Maria Heubuch, Mitglied des Ausschusses für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung und des Pestizid-Sonderausschuss des Europäischen Parlaments, kommentiert:

„Mit der Fusion von Monsanto und Bayer entsteht der weltgrößte Player auf dem Saatgut- und Pestizidmarkt. Das wird die Bäuerinnen und Bauern noch stärker in die Abhängigkeit treiben.

Marktmacht bedeutet aber auch politische Macht: Damit seine giftigen Produkte nicht verboten werden, wird Baysanto mit voller Lobby-Power gegen die Agrarwende arbeiten. Ähnlich den Vorgängen in der Automobilindustrie wird Bundeskanzlerin Merkel den neu entstehenden deutschen Agrarkonzern mit Zähnen und Klauen verteidigen.

Die Genehmigung dieser Mega-Fusion macht deutlich, dass es für eine echte Agrarwende eine Reform des Wettbewerbsrechts geben muss. Bei künftigen Entscheidungen darf es nicht allein um Wettbewerb gehen. Auch die Auswirkungen auf Umwelt, Artenvielfalt, Gesundheit und Ernährung sowie für die betroffenen Bäuerinnen und Bauern müssen geprüft werden.“