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Die Achterbahnfahrt muss aufhören, Entwicklungszusammenarbeit braucht langfristig mehr Aufmerksamkeit

Die heutige Veröffentlichung der Entwicklungshilfe-Statistiken der OECD für das Jahr 2017 kommentiert Maria Heubuch, entwicklungspolitische Sprecherin der Grünen/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament:

„Entwicklungspolitik hat für die Europäische Union und für Deutschland keine Priorität, das zeigen die heute veröffentlichten Zahlen deutlich. Die EU-Entwicklungsminister zahlen Geld nur auf politischen Druck hin, wie im Jahr 2016, als das Elend auf der Welt Geflüchtete nach Europa trieb. Nur ein Jahr später floss deutlich weniger Geld in die Entwicklungszusammenarbeit.

Die Achterbahnfahrt muss aufhören, Entwicklungszusammenarbeit braucht langfristig mehr Aufmerksamkeit. Die Bundesregierung sollte sich für einen Stufenplan der Europäischen Union bis zum Jahr 2030 einsetzen.

Nur mit klar definierten Schritten können wir das international vereinbarte Ziel erreichen, 0,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Entwicklungszusammenarbeit zu investieren. Frankreich ist auf dem richtigen Weg, Emmanuel Macron hat die Entwicklungsgelder um 15 Prozent erhöht. Die Bundesregierung muss diesem Beispiel folgen, wenn sie es mit der Umsetzung der UNO-Ziele für nachhaltige Entwicklung ernst meint."