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Die EU und der globale Entwicklungsrahmen für die Zeit nach 2015 (Aussprache)

PLENARDEBATTE (Leitet Herunterladen der Datei einRedebeitrag als Video)

Straßburg. Maria Heubuch, im Namen der Verts/ALE-Fraktion: Herr Präsident! Wir haben hier einen sehr wichtigen Bericht vor uns liegen, der die Millenniumsziele weiterentwickeln soll. Das ist bitter notwendig! Das können Sie wirklich sehr wörtlich nehmen. Denn Milliarden von Menschen leben in Armut und in Not. Über 800 Millionen Menschen leiden tagtäglich Hunger. Das ist eine sehr große Verantwortung, und es ist eine sehr große Herausforderung.

In diesem Bericht orientieren wir uns durchgängig an den Menschenrechten. Im Gegensatz zur ALDE bin ich sehr froh darüber, dass wir uns auch durchgängig an den Zielen der offenen Arbeitsgruppe der UN orientieren. Ich danke Herrn Stier sehr, dass er in diesem Bericht einen ganzheitlichen Ansatz gewählt hat, um die Armut zu bekämpfen, dass er sich bemüht hat, die Bekämpfung der Ungleichheit auf allen Ebenen einzubringen, und dass der Schutz von Frauen- und Kinderrechten gekennzeichnet ist. Gerade Frauen spielen eine besondere Rolle, wenn es darum geht, stabile Wirtschaften vor Ort aufzubauen. Aber wir müssen auch dafür sorgen, dass dieser breite Ansatz in der Abstimmung erhalten bleibt.

Ich mache mir ein bisschen Sorgen um die verbindlichen Regeln für unsere Privatwirtschaft, die in den Ziffern 22 und 68 festgeschrieben sind. Denn ohne verbindliche Regeln in der Privatwirtschaft, die einen hohen sozialen Standard und auch einen hohen Umweltschutzstandard beinhalten und die die Menschen vor Ort einbinden, werden wir keine treibende Kraft der Privatwirtschaft für ein nachhaltiges und inklusives Wachstum haben.
Dieser Bericht hier im Europäischen Parlament allein wird noch kein Kind auf dieser Welt satt machen. Wir müssen diesem Bericht Taten folgen lassen! Wir müssen die Entwicklungszusammenarbeit kontinuierlich begleiten, mit Geld und Konzepten ausstatten und immer die Bevölkerung vor Ort mit einbinden. Wenn wir unsere anderen Politiken kohärent betreiben, werden wir nachhaltig Armut bekämpfen können.