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Ebola-Krise: Parlament mahnt mehr Unterstützung der Staatengemeinschaft beim Kampf gegen Ebola an

PRESSEMITTEILUNG

Straßburg. Zur heutigen Debatte der Resolution des Europäischen Parlamentes zur Ebola-Krise erklärt Maria Heubuch, Mitglied im für humanitäre Hilfe zuständigen Entwicklungsausschuss:

"Zu lange hat die internationale Staatengemeinschaft den Ebola- Ausbruch unterschätzt. Es ist beschämend, dass bisher zu wenig getan wurde, um den Ausbruch einzudämmen. Die vor Ort tätigen Hilfsorganisationen sowie die Regierungen der betroffenen Staaten stoßen schon seit Wochen an die Grenzen ihrer Möglichkeiten. Die EU-Mitgliedsstaaten müssen jetzt dringend handeln. Es reicht schon lange nicht mehr, lediglich Geld zur Verfügung zu stellen. Vor Ort wird speziell geschultes medizinisches Personal, adäquate Ausrüstung und logistische Unterstützung benötigt. Um Personal und Ausrüstung in die betroffenen Gebiete zu schaffen, muss dringend eine Luftbrücke eingerichtet werden.

Das Parlament fordert zu Recht, die Ebola-Krise auf die Tagesordnung des Rates zu setzen, um die Anstrengungen der Mitgliedsstaaten im Kampf gegen Ebola zu koordinieren. Der UNO-Sicherheitsrat muss jetzt auch den Einsatz zivil-militärischer Katastrophenhilfe unter Leitung der Vereinten Nationen in den Blick nehmen. Um weiteres Leid zu verhindern und einer größeren Ausbreitung der Seuche zuvorzukommen, dürfen sich die EU-Mitgliedsstaaten nicht länger wegducken."