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Ebola: Mehr Anstrengungen zur Eindämmung von Ebola vor Ort nötig

PRESSEMITTEILUNG

Brüssel. Zum morgigen informellen Treffen der EU-Gesundheitsminister zur Ebola-Krise erklärt Maria Heubuch, Mitglied im für humanitäre Hilfe zuständigen Entwicklungsausschuss:

Hätten die EU-Mitgliedsstaaten bereits früher mehr Verantwortung übernommen, um die Krise vor Ort einzudämmen, dann müssten die EU-Gesundheitsminister morgen nicht über Gesundheitskontrollen von Reisenden aus Westafrika an Flughäfen beraten.

Die EU-Mitgliedsstaaten müssen nach wie vor mehr tun, um die Krise vor Ort einzudämmen. Dazu müssen sie ihre Anstrengungen effektiver koordinieren und sich auf eine gemeinsame Strategie einigen. Nach wie vor sind die bisher getroffenen Maßnahmen angesichts der Ausbreitung der Epidemie nicht ausreichend. Der vom Rat Ende August in Aussicht gestellte „Rahmen für eine umfassende Reaktion der EU“ lässt derzeit auf sich warten. Kurzfristig ist eine weitere Aufstockung der Mittel für medizinisches Personal, für adäquate Ausrüstung und logistische Unterstützung dringend erforderlich. Dafür braucht es auch den Einsatz zivil-militärischer Kräfte.

Zudem wird eine Sicherung der Ernährung erforderlich, da die landwirtschaftlichen und wirtschaftlichen Aktivitäten in den betroffenen Ländern zum Erliegen gekommen sind. Hungerkrisen in den betroffenen Regionen sind für 2014/2015 vorhersagbar.

Die neuesten Prognosen der WHO zum Anstieg der Ebola-Fälle in Westafrika sind alarmierend, kommen aber nicht überraschend. Bereits im Sommer hatten Experten vor sprunghaft ansteigenden Fallzahlen gewarnt, sollte die Staatengemeinschaft nicht mehr Anstrengungen zur Eindämmung der Krise unternehmen. Mittlerweile kann eine weltweite Verbreitung von Ebola nicht mehr ausgeschlossen werden.

Unser aller Respekt und unser Dank gilt den Mitarbeitern der humanitären Organisationen, der medizinischen Hilfskräfte und den Soldatinnen und Soldaten, wie vor Ort an vorderster Front tätig sind, genauso wie all denjenigen, die sich freiwillig für Einsätze in den Krisengebieten gemeldet haben.