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EU muss Indigene Völker besser vor Landraub schützen

Das Europäische Parlament hat heute erstmals eine Resolution angenommen, welche die Verletzungen der Rechte indigener Völker weltweit verurteilt. Maria Heubuch, entwicklungspolitische Sprecherin der Grünen/EFA, kommentiert:

„Die Resolution zeigt auf, welche verheerenden Konsequenzen die Zunahme von Landraub auf indigene Völker hat. Die Menschen werden durch Konzerne aus ihren Lebensräumen vertrieben und verlieren mit ihrem Territorium auch ihre Existenzgrundalgen. Leider befeuert die EU, beispielsweise durch ihre Handels- und Investitionspolitik, die Landnahme und trägt Mitschuld an weltweiten Menschenrechtsverletzungen. Auf Grünen Druck hin fordert das Europäische Parlament nun mehr Transparenz und die Offenlegung von Daten zum Landerwerb durch EU-Akteure in Drittländern.

Leider kommt es auch im Rahmen von Entwicklungshilfeprojekten immer wieder zu Landraub und Menschenrechtsverletzungen. Erst Anfang dieses Jahres musste die EU ein Projekt in Kenia einstellen. Ein Mann wurde dabei beim Protest gegen die Vertreibung seiner Bevölkerungsgruppe erschossen. Die EU reagierte trotz explizierter Warnungen viel zu spät. In der Entwicklungszusammenarbeit braucht es dringend eine EU-weite Beschwerdestelle, damit Opfer Missstände in Projekten so früh wie möglich anzeigen können.“