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Gemeinsame Europäische Agrarpolitik: "Wir brauchen die Kehrtwende"

Die heute vorgestellte Studie „Towards a Common Food Policy for the EU“ des Internationalen Experten-Komitees „International Panel of Experts on Sustainable Food Systems“ (iPES-Food) kritisiert, dass die Gemeinsame Europäische Agrarpolitik (GAP) den Herausforderungen des Klimawandels und in der Nahrungsmittelproduktion nicht gerecht wird und fordert eine rasante Kehrtwende. Derzeit diskutieren die Abgeordneten des Europäischen Parlaments im federführenden Agrarausschuss über ihre Position zu den Vorschlägen der Europäischen Kommission für die Gemeinsame Europäische Agrarpolitik (GAP).

Martin Häusling, Schattenberichterstatter der Grünen/EFA-Fraktion im federführenden Agrarausschuss für den Verordnungsvorschlag zu den so genannten „strategischen Plänen" der EU-Mitgliedstaaten zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), kommentiert:

„Wir brauchen die Kehrtwende weg von Millionengeschenken für die Agroindustrie und hin zu einer nachhaltigen und klimafreundlichen Landwirtschaft. Es darf keine Renationalisierung geben, die Europäische Kommission darf klare Ziele für Umweltschutz und gegen den Klimawandel nicht den EU-Regierungen überlassen und muss Sanktionen bei Verstößen durchsetzen. Die Landwirtschaft muss vom Bremser zum Motor für die Erfüllung der Pariser Klimaziele werden.“

Maria Heubuch, Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung und Berichterstatterin für die Stellungnahme des Entwicklungsausschusses zur Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik, ergänzt:

„Es ist ein Skandal, dass die Europäische Union Fleisch als Massenware auf dem Weltmarkt verhökert und die afrikanischen Märkte überschwemmt. Wir brauchen eine Europäische Agrarpolitik, die Nachhaltigkeit, Biodiversität und Artenvielfalt fördert. Blankoschecks für die Agroindustrie sind keine Zukunftsvision für die Gemeinsame Europäische Agrarpolitik.“

Link zur Studie: „Towards a Common Food Policy for the EU“