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Gentechnik: Parlament verpasst Umweltministerin Schulze einen Denkzettel

Das Europäische Parlament hat heute einen Einspruch gegen den Import der gentechnisch veränderten, Glyphosat-resistenten Zuckerrübensorte H7-1 der Firmen Monsanto und KWS verabschiedet. Deutschland hat bei der Abstimmung im Berufungsausschuss am 26. April für den Import gestimmt. Maria Heubuch, Mitglied des Ausschusses für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, kommentiert:

 

„Frau Umweltministerin Schulze muss sich überlegen, ob sie auf Seiten der Chemieriesen stehen will oder auf Seite der Umwelt. Sie beteuert zwar, Pestizide strenger regulieren zu wollen. Dies steht jedoch im Widerspruch zu ihrem Durchwinken von Pflanzen, die extra gentechnisch so manipuliert wurden, dass sie mit vielen Pestiziden gespritzt werden können – und sollen.

Die letzte GroKo hatte sich bei Abstimmungen zum Gentechnik-Import regelmäßig enthalten, weil das CSU-geführte Landwirtschaftsministerium dafür und das SPD-geführte Umweltministerium dagegen war.

Mit der neuen Umweltministerin Svenja Schulze, die Mitglied der gentechnik-freundlichen Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Industrie ist, hat sich das Blatt gewendet: Erstmals seit Jahren stimmt Deutschland wieder für den Gentechnik-Import.

Das Europäische Parlament hat der Umweltministerin mit seinem heutigen Einspruch einen klaren Denkzettel verpasst.“