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Glyphosat-Sonderausschuss: Monsanto hat Krebsgefahr vertuscht

Auf Einladung der Grünen/EFA-Fraktion haben die Anwälte Robert F. Kennedy Jr und Michael L. Baum von der Kanzlei Baum, Hedlund, Aristei & Goldman heute im Europäischen Parlament über die Folgen des Monsanto-Gerichtsurteils in den USA für die Europäische Union berichtet. Die Anwälte haben Dokumente präsentiert, die während des laufenden Verfahrens unter Verschluss waren und belegen, wie Monsanto Informationen über die Krebsgefahr von Glyphosat unter Verschluss hielt. Maria Heubuch, stellvertretendes Mitglied des Sonderausschusses für die Zulassung von Pestiziden, kommentiert:

„Die Art und Weise, wie Monsanto Wissenschaft und Behörden korrumpiert hat, um die Risiken von Glyphosat zu vertuschen, ist haarsträubend. Das Unternehmen hat über Jahrzehnte wissentlich in Kauf genommen, dass Menschen durch das Pestizid erkrankten. Nicht nur die US-Behörden, sondern auch die europäischen Behörden haben sich von Monsanto & Co hinters Licht führen lassen. Wir Grünen setzen alles daran, dass der Sonderausschuss für die Zulassung von Pestiziden das Glyphosat-Fiasko restlos aufklärt. Die Lücken bei der Genehmigung, die Gesundheitsrisiken und Umweltschäden dürfen nicht unter den Tisch fallen.“

Hintergrundinfos:

Die Anwälte haben das Bayer-Unternehmen wegen verschleierter Krebsrisiken verklagt, Monsanto wurde Anfang August zu Schadensersatz in Höhe von knapp 250 Millionen Euro verurteilt. Weitere Gerichtsverfahren zu mehr als 8000 Fällen laufen.

Die Dokumente, die durch das Gerichtsverfahren ans Tageslicht kamen, sind auf der Webseite der Kanzlei abrufbar: https://www.baumhedlundlaw.com/toxic-tort-law/monsanto-roundup-lawsuit/monsanto-secret-documents/

Siehe auch: Web-Streaming der heutigen Konferenz Grüner Faktencheck Glyphosat – ohne Industrielobbyismus