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Glyphosat: Union darf Entscheidung nicht verschleppen

Zur Entscheidung des Europäischen Parlaments für einen fünfjährigen Ausstiegsplan aus Glyphosat sagt die Abgeordnete der Fraktion Die Grünen/EFA, Maria Heubuch:

Europa schickt ein klares Signal an die Länder: Glyphosat verursacht Krebs und gehört verboten. Monsanto versuchte dies mit aller Lobbymacht zu verschleiern, die Monsanto-Papers zeugen davon. Und auch die Bewertung des Bundesamtes für Risikobewertung ist kein Ruhmesblatt einer vermeintlich unabhängigen Behörde, sie war zu großen Teilen von Monsanto abgeschrieben. Es gibt keinen Zweifel mehr: Das Gift muss vom Acker!

Merkel darf diese wichtige Entscheidung nicht aus verhandlungstaktischen Gründen in eine neue Regierung verschleppen. Die Union kann jetzt Haltung beweisen und Bäuer*innen, Bürger*innen und die Umwelt vor dem Gift schützen.

Mit dieser Entscheidung kann Deutschland seinen Teil beitragen, die europäische Agrarwende einzuleiten. Die fünfjährige Frist bietet genügend Zeit, flächendeckend agrarökologische Alternativen zu etablieren. Die 50 Milliarden Euro, die Europa pro Jahr für die Landwirtschaft ausgibt, müssen die Agrarwende gezielt vorantreiben.