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GRÜNE Fraktion verklagt EFSA und Monsanto

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hält Dokumente unter Verschluss, auf deren Grundlage die EU-Mitgliedstaaten die Zulassung des Pflanzenschutzmittels Glyphosat um weitere fünf Jahre genehmigten. Der Fall landete vor Gericht: Am 13. September (Donnerstag) findet die erste öffentliche Anhörung vor dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg statt. Geklagt hatten die Grünen/EFA-Abgeordneten Heidi Hautala, Bart Staes, Benedek Jávor und Michèle Rivasi gegen die Europäische Lebensmittelbehörde, die vom Agrochemieunternehmen Monsanto unterstützt wird.

Monsanto hat die Studien über die Risiken von Glyphosat selbst durchgeführt, die Europäische Lebensmittelbehörde argumentiert, dass die Dokumente unter das Geschäftsgeheimnis fallen.

Maria Heubuch, stellvertretendes Mitglied der Grünen/EFA-Fraktion im Sonderausschuss für die Zulassung von Pestiziden („PEST“), kommentiert: „Wir verlangen, dass die Europäische Lebensmittelbehörde Studien über die Risiken von Glyphosat transparent und öffentlich zugänglich macht. Wissenschaft ist kein Geschäftsgeheimnis, Studien unter Geheimhaltung sind unseriös. Die Aufgabe der Europäischen Lebensmittelbehörde ist es, die Gesundheit zu schützen, nicht die Wirtschaftsinteressen der Saatgutmonopolisten Monsanto und Co.“

Weitere Infos: Briefing (in englischer Sprache)