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Handelsvertrag mit Neuseeland und Australien: Bäuerliche Landwirtschaft darf nicht unter die Räder kommen

Der Rat der Europäischen Union berät heute darüber, die EU-Kommission zu beauftragen, ein Handelsabkommen mit Neuseeland und Australien anzubahnen.

Maria Heubuch, Mitglied des Ausschusses für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, kommentiert:

„Die Produktionskosten für sensible Produkte wie Milch sind in Neuseeland und Australien deutlich günstiger als bei uns, oft zulasten der Umwelt. Doch zusätzliche Milch durch Importe aus den beiden Ländern würde unsere Betriebe in den Ruin treiben: Schon jetzt läuft der europäische Milchmarkt über, das drückt den Milchpreis gefährlich tief. Wir dürfen nicht zulassen, dass bäuerliche Landwirtschaft und Umwelt durch einen Handelsdeal unter die Räder kommen, der auf Agro-Industrie und Billig-Produktion setzt. Wir brauchen eine europäische Handelspolitik, die fair ist und regionale, vielfältige, tier- und umweltfreundliche Lebensmittelproduktion stärkt.“

Hintergrund:

Thomsen, B. (Dezember 2017): Die neuen Handelsabkommen der EU. Folgenabschätzung für die bäuerliche Landwirtschaft am Beispiel des geplanten Handelsabkommens mit Neuseeland. Im Auftrag von MdEP Maria Heubuch, Die Grünen/EFA im Europäischen Parlament.

Kurzfassung: Bäuerliche Landwirtschaft unter Druck - Nach CETA kommt das Freihandelsabkommen mit Neuseeland