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Reaktion der EU auf den Ausbruch der Ebola-Epidemie (Aussprache)

PLENARDEBATTE (Leitet Herunterladen der Datei einRedebeitrag als Video)

Straßburg. Maria Heubuch (Verts/ALE ): Herr Präsident! Ich möchte hier noch einmal einen Appell loswerden. Wir haben jetzt sehr viel gehört über Ebola, über die Auswirkungen und auch über die Notwendigkeiten, die wir diesen Staaten jetzt zukommen lassen müssen. Denn die Hilfsorganisationen vor Ort sowie die nationalen Regierungen dort sind völlig überfordert, sind völlig überlastet. Es geht hier nicht nur um einen solidarischen Akt. Es geht hier um weit mehr. Es ist einfach unsere Pflicht, wirklich alles zur Verfügung zu stellen, was wir zur Verfügung haben.

Der Kollege Goerens hat es schon angesprochen: Wir haben auch militärische Ausrüstung, wir haben militärisches Personal, das wir unter den Osloer Leitlinien hier den Vereinten Nationen oder unter der Kommandoführung der Vereinten Nationen dort zur Verfügung stellen können. Das ist Personal, das auch in einer guten Hierarchie, in einer guten Kommandostruktur dort arbeiten kann und das sehr gut ausgebildet ist. Wir müssen das jetzt abrufen. Wir dürfen hier nicht länger warten, wenn wir dem noch Einhalt gebieten wollen und diese humanitäre Katastrophe sich nicht weiter ausdehnen lassen wollen oder ihr überhaupt diesen Raum geben wollen.

Es ist wirklich mein Appell an alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union, hier jetzt tätig zu werden. Wir dürfen nicht mehr länger darüber diskutieren. Wir kennen die Auswirkungen, wenn wir Ebola nicht eingrenzen können. Eir wissen, dass es weit mehr ist als ein Gesundheitsproblem. Ich möchte das hier nicht wiederholen. Aber ich möchte noch einmal diesen dringenden Appell loswerden. Denn wir können hier diesen Menschen vor Ort auch zeigen, dass wir nicht nur durch unsere Gedanken mit ihnen verbunden sind, sondern auch mit den Taten und mit unserem wirklich konsequenten Handeln.