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Schäden für Gesundheit wissenschaftlich untersuchen

Neues Studienprojekt Glyphosat

Glyphosat gefährdet die Gesundheit und kann die Fortpflanzung beeinträchtigen, so Prof. Fiorella Belpoggi und Prof. Daniele Mandrioli, Ramazzini-Institut und Cesare-Maltoni-Krebsforschungszentrum in Bologna. Sie präsentierten die Pilotstudie des internationalen Glyphosat-Studienprojekts heute mit Philippe Lamberts, Vorsitzender der Grünen/EFA-Fraktion, und Marco Affronte, Mitglied der Grünen/EFA-Fraktion im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Das Projekt ist eine Kooperation italienischer und amerikanischer Institute und Universitäten und soll vor der Entscheidung über das nächste Genehmigungsverfahren des Herbizids im Jahr 2022 abgeschlossen werden.

Maria Heubuch, stellvertretendes Mitglied im Sonderausschuss für das Zulassungsverfahren für Pestizide wie Glyphosat, kommentiert:

„Die wissenschaftliche Beurteilung von Glyphosat darf nicht Monsanto übernehmen. Die Entscheidung über die Zulassung von Pflanzengiften muss auf der Grundlage unabhängiger wissenschaftlicher Untersuchungen getroffen werden. Die Pilotstudie zeigt, dass die Warnungen vor der krebserregenden Wirkung nicht einfach vom Tisch zu wischen sind. Wir werden Druck machen, um die fragwürdige Zulassung für Glyphosat und die Rolle der EU-Agenturen auf Herz und Niere zu prüfen und die Prüfdaten öffentlich zu machen.“

Martin Häusling, landwirtschaftspolitischer Sprecher der Grünen/EFA-Fraktion, ergänzt:

„Maßstab für die Zulassung von Pflanzengiften müssen Umwelt und Gesundheit sein. Der Profit von Monsanto darf nicht darüber entscheiden, was auf unsere Äcker kommt. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner muss den Einstieg aus dem Ausstieg einläuten und einen konkreten Zeitplan vorlegen. Biobauern nutzen längst Alternativen und sind Vorbild für eine ökologische Landwirtschaft ohne Gift.“