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Welttag der Humanitären Hilfe: Eigener EU-Gesandter muss diplomatischen Druck erhöhen

Am 19. August ist der jährliche Welttag der Humanitären Hilfe. An diesem Datum im Jahr 2003 nahm ein verheerender Anschlag auf das UN-Hauptquartier in Irak dutzenden Menschen das Leben.

Angriffe auf humanitäre Einsatzkräfte sind - neben der chronischen Unterfinanzierung der Humanitären Hilfe; der Bedarf ist nur zu knapp 40 Prozent gedeckt - ein akutes Problem von Hilfsorganisationen. Dazu sagt Maria Heubuch, entwicklungspolitische Sprecherin der Grünen/EFA im Europäischen Parlament:

„Entführte Hilfsarbeiter, bombardierte Krankenhäuser und Giftgasanschläge auf Zivilisten, all dies ist traurige Realität in Krisengebieten – und verstößt gegen das humanitäre Völkerrecht. Damit die Verantwortlichen nicht mehr straflos entkommen, sondern zur Rechenschaft gezogen werden braucht es mehr diplomatischen Druck seitens der EU.

Deswegen fordere ich gemeinsam mit anderen Abgeordneten aus dem Europäischen Parlament die Ernennung eines eigenen Europäischen Sondergesandten für Humanitäres Völkerrecht. Es braucht diesen Posten damit die EU und ihre Mitgliedsländer konsequenter, koordinierter und effektiver gegen Verstöße vorgehen.“