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Parlament will Tierschutzauflagen bei Transporten stärken

Das Europäische Parlament hat heute einen Bericht des Agrarausschusses zu Tiertransporten abgestimmt. Darin wird eine verbesserte und EU-weit einheitliche Kontrolle der Vorschriften, eine Reduktion der Anzahl und Dauer der Transporte und ein Ende von Exporte in Länder, in denen EU-Tierschutzstandards nicht gewährleistet werden können, gefordert. Der Bericht stellt außerdem fest, dass die Tierschutztransportverordnung 1/2005 Lücken und Mängel aufweist und überarbeitet werden muss. Die EU-Kommission wird aufgefordert, eine Strategie zu entwickeln für regionale Tierhaltung, kurze Lieferketten und eine stressfreie Schlachtung.

Maria Heubuch, Mitglied des Ausschusses für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, kommentiert:

„Ich bin sehr froh, dass das Parlament die weitreichenden Forderungen des Agrarausschusses für mehr Tierwohl verabschiedet hat. Und zwar trotz des Widerstands aus den Reihen der CDU/CSU, die im Vorfeld der Abstimmung versucht hat, die Aussagen des Berichts abzuschwächen.

Gleichzeitig sind die Empfehlungen des Parlaments nur ein erster Schritt, um Tierleid bei Transporten zu beenden. Der Tierschutz muss zur Gretchenfrage bei der Berufung der neuen EU-Kommission im November werden. Nur Persönlichkeiten, die glaubhaft machen können, dass sie streng über die Einhaltung der EU-Tierschutzgesetze wachen werden, sollten berufen werden. Bei der Auswahl der künftigen Kommissare für Landwirtschaft und Handel müssen die EU-Abgeordneten sicherstellen, dass Europa einen neuen Kurs einschlägt: Die Ausrichtung der EU-Agrarpolitik auf industrielle Massentierhaltung mit all ihren negativen Auswirkungen auf den Tierschutz, die Umwelt und Schwellen- und Entwicklungsländer muss ein Ende haben.“

Siehe auch: Tiertransporte: GRÜNE verklagen Europäisches Parlament