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Ausgaben für Entwicklungshilfe sinken weiter

Am 10. April hat die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) die aktuellen Statistiken über das Volumen der Entwicklungshilfe (ODA) veröffentlicht.

Der Trend ist alarmierend: Die Entwicklungshilfe sinkt, statt wie nötig zu steigen. Immer weniger der Mittel fließen in die ärmsten Länder und nach Afrika. Die OECD kritisierte Deutschland und die EU dafür, dass sie nicht die richtigen Prioritäten setzen.

Insbesondere die am wenigsten entwickelten Länder (LDCs) benötigen mehr Unterstützung, um Armut effektiv zu bekämpfen. Die EU-Mitgliedsländer hatten sich verpflichtet, 0,20% ihres Bruttonationaleinkommens in die Entwicklung dieser Länder zu investieren. Doch im Moment fließen gerade einmal 0,12% in die allerärmsten Regionen. 

Auch Deutschland hält sich nicht an internationale Vereinbarungen, die deutsche ODA-Quote stagniert. Dass die Bundesregierung mit statistischen Tricks, wie der Anrechnung von Kosten für die Versorgung Geflohener im Inland, ihre Zahlen in den Vorjahren aufgebläht hatte rächt sich nun. Die Deutsche ODA-Quote fiel von 0,7% im Jahr 2016 auf nur noch 0.63%.

Genug der Rhetorik von Kommissar Mimica und Minister Müller, es braucht Taten und eine Trendumkehr, sonst werden die UN-Entwicklungsziele im Jahr 2030 bitter verfehlt.

Bild: Jorge Franganillo auf Flickr.com