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Unfaire Handelspraktiken: Erster Schritt gegen Bauernnepp ist getan

Am 19. Dezember sind die Trilog-Verhandlungen zwischen der Europäischen Kommission, dem Europäischem Parlament und dem Europäischen Rat unter der österreichischen Ratspräsidentschaft über den Richtlinienvorschlag „Unfaire Handelspraktiken in der Lebensmittelkette“ zu einem Abschluss gekommen. Künftig sollen Landwirte und andere Lebensmittelproduzenten besser vor unfairer Behandlung durch Supermarktketten und Lebensmittelkonzerne geschützt werden.

Dazu kommentiert Maria Heubuch, Schattenberichterstatterin der Grünen/EFA-Fraktion:

„Der Abschluss der Trilog-Verhandlungen ist ein guter, wenn auch nur erster Schritt, um die Missstände im Landwirtschafts- und Lebensmittelsektor anzugehen. Ich hätte mir eine umfassendere Definition der unfairen Handelspraktiken gewünscht. Für mich ist nicht nachvollziehbar, warum Kommission und Rat es weiter erlauben wollen, dass Lebensmittel unter ihrem Erzeugerpreis verkauft werden dürfen. Lebensmittel sind wertvoll und dürfen nicht verschleudert werden.

Die Arbeit an diesem Thema muss auch über den Abschluss dieser Verhandlungen hinausgehen. Unfaire Handelspraktiken sind nur das Symptom einer massiven Machtkonzentration im Landwirtschafts- und Lebensmittelsektor. Es bedarf einer Reform des EU-Wettbewerbsrechts, damit die EU-Kommission bei Konzernfusionen künftig prüft, wie sich diese auf Umwelt, Gesundheit und andere öffentliche Interessen auswirken.“