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Viel erreicht bei Glyphosat, aber Widerstand geht weiter

PRESSEMITTEILUNG

Brüssel. Bei der heutigen Abstimmung der EU-Mitgliedstaaten zur Verlängerung der Zulassung von Glyphosat konnte erneut keine Einigkeit erzielt werden[i]. Der EU-Kommission bleibt nun die Möglichkeit, die Zulassung erneut den Mitgliedstaaten vorzulegen und notfalls im Alleingang zu entscheiden. Die Bäuerin und grüne Europa-Abgeordnete Maria Heubuch freut sich und gibt sich kampfeslustig:

„Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern haben wir viel erreicht: Ursprünglich wollte die EU-Kommission Glyphosat für sage und schreibe 15 weitere Jahre zulassen. Aber mehr als 180.000 Menschen haben die Petition gegen die verlängerte Zulassung von Glyphosat unterschrieben und auf der Straße demonstriert. Das zeigt, wie wichtig den Europäerinnen und Europäern es ist, dass die Landwirtschaft umsteuert und sich aus ihrer Abhängigkeit von Giftmischern wie Monsanto befreit. Unsere Böden, unsere Gewässer, die Pflanzen- und Tierwelt leiden unter industriellen Monokulturen. Glyphosat steht symbolisch für eine ganze Reihe an vermeidbaren Problemen, für die es längst Lösungen gibt: Jetzt gilt es, die Bäuerinnen und Bauern bei der Umstellung auf umweltfreundliche Anbaumethoden zu unterstützen.“

Siehe auch: Sieben Gründe, Glyphosat zu verbieten

[i] Die EU-Kommission hatte vorgeschlagen, die Zulassung von Glyphosat um knapp eineinhalb Jahre zu verlängern. Sobald die Risikobewertung der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) vorliegt, solle die Frage wieder auf den Tisch kommen. EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis kündigte an, in den nächsten Wochen unverbindliche Maßnahmen zur Risikominimierung vorlegen zu wollen, über die die Mitgliedstaaten separat abstimmen sollen. Den Mitgliedstaaten solle empfohlen werden: glyphosathaltige Pestizide mit Tallowamin-Zusatzstoffen nicht mehr zuzulassen; den Einsatz in öffentlichen Parks, Spielplätzen und Parks zu minimieren; sowie die Vor-Ernte-Anwendung bei Getreide zu minimieren.